Zum Hauptinhalt springen

Ralf Reinstädtler besucht unser Bildungszentrum – Ein zukunftsorientierter Austausch

Wir freuen uns sehr, über den ersten Besuch von Ralf Reinstädtler in unserem Bildungszentrum. Ralf verantwortet als geschäftsführendes Vorstandsmitglied neben dem Bildungsbereich auch die IT. Seit seiner Wahl auf dem 25. Gewerkschaftstag im vergangenem Oktober hat Ralf es sich zur Aufgabe gemacht, alle Bildungszentren der IG Metall persönlich kennenzulernen und den direkten Dialog mit den Beschäftigten zu suchen.

Der Besuch steht ganz im Zeichen des Austausches und der Zukunftsgestaltung. Ralf möchte sich nicht nur ein Bild von den laufenden Programmen machen, sondern auch verstehen, welche Herausforderungen und Chancen wir sehen, um die Bildungsarbeit innerhalb der IG Metall weiter zu stärken.

Ein Tag voller Eindrücke und inspirierender Gespräche

Unser Tag mit Ralf beginnt mit einer herzlichen Begrüßung und einer Führung durch unser Bildungszentrum. Dabei haben die Mitarbeitenden die Möglichkeit, persönlich mit ihm ins Gespräch zu kommen. Die offene und kollegiale Atmosphäre ermöglicht einen guten Austausch über verschiedene Themen – von aktuellen Seminaren bis hin zu langfristigen Visionen für die Bildungsarbeit.

Fokus auf Bildung und aktive Mitarbeit im Betrieb

Während seines Besuchs steht vor allem die Frage im Mittelpunkt, wie wir die Bildungsangebote noch besser auf die Bedürfnisse und Herausforderungen der aktiven Betriebsrät:innen und Funktionäre zuschneiden können. Ralf betont, wie wichtig es ist, dass unsere Bildungsarbeit praxisnah und zukunftsorientiert bleibt, um alle Aktiven im Betrieb optimal zu unterstützen.

Gemeinsam Zukunft gestalten

Ralfs Engagement und seine Vision für eine inklusive und zukunftsorientierte Bildungslandschaft bei der IG Metall sind deutlich spürbar. Sein Besuch hinterlässt einen motivierenden Eindruck und bestärkt uns alle darin, gemeinsam die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft der Bildungsarbeit zu stellen.

Wir sind dankbar für diesen fruchtbaren Tag und freuen uns darauf, die angestoßenen Ideen und Anregungen in die Tat umzusetzen.

Auf die Plätze. Auf die Straßen. Heraus zum 1. Mai.

Am Tag der Arbeit gehen wir als Metaller:innen auch in diesem Jahr wieder bundesweit auf die Straße. In ganz Deutschland wird es zahlreiche Aktionen und Kundgebungen geben.

Unter dem Motto „Mehr Lohn, mehr Freizeit, mehr Sicherheit“ – ruft der DGB zum 1. Mai auf. Damit benennt das Motto die drei Kernversprechen der Gewerkschaften und gibt Antworten auf die zunehmende Verunsicherung in der Gesellschaft. Alle drei Ziele – mehr Lohn, Freizeit und soziale Sicherheit – erreichen wir als Gesellschaft am besten mit starken Tarifverträgen und mehr sozialer, wirtschaftlicher und politischer Mitbestimmung und Demokratie. 

Dazu braucht es die Tarifwende, jetzt! Da, wo sich immer mehr Unternehmen aus ihrer sozialen Verantwortung stehlen, machen wir uns als Gewerkschaften stark für mehr Tarifbindung, das Streikrecht und einen handlungsfähigen Sozialstaat. Damit sich die Menschen in den vielen Umbrüchen unserer Zeit nicht schutzlos ausgeliefert fühlen müssen. Unsere Antwort heißt Solidarität!

Sei mit dabei, auch am 1. Mai

Genaue Informationen über Aktionen in Deiner Stadt finden sich auf den regionalen Internetangeboten von IG Metall und DGB sowie in den sozialen Medien. Hier die Kundgebungen auf denen die geschäftsführenden Vorstandsmitglieder der IG Metall als Redner:innen Präsenz zeigen:

Die Erste Vorsitzende, Christiane Benner, ist ab 11 Uhr am EF Anger in Erfurt, der Zweite Vorsitzende, Jürgen Kerner, spricht um 12 Uhr auf der Kundgebung im Landschaftspark Nord in Duisburg. Hauptkassiererin Nadine Boguslawski ist ab 11 Uhr am Marktplatz in Gaggenau zu hören.

Die geschäftsführenden Vorstandsmitglieder Hans-Jürgen Urban und Ralf Reinstädtler hören wir um 12 Uhr auf der Kundgebung am Albaniplatz in Göttingen bzw. am Schlossplatz in Saarbrücken.

Vertrauensleutewahl 2024

Wir sind die IG Metall im Betrieb!

Von Januar bis Juni 2024 wählen die Mitglieder der IG Metall in den Betrieben wieder ihre Vertrauensleute. Die Wahlen finden alle vier Jahre statt. Vertrauensleute sind die Vertreterinnen und Vertreter der IG Metall im Betrieb – und damit das Rückgrat, die Basis und der Kern des Teams IG Metall im Betrieb. Aktuell bestehen in 1779 Betrieben Vertrauenskörper mit 64232 gewählten Vertrauensleuten. Und die Wahlkampagnen in den Betrieben laufen derzeit in der ganzen Republik auf Hochtouren.

Mit Vertrauensleuten gibt es mehr…

  • Demokratie: Vertrauensleute organisieren die Beteiligung und Mitsprache ihrer Kolleginnen und Kollegen.
  • Solidarität: Vertrauensleute engagieren sich für ein respektvolles Miteinander und den Zusammenhalt in der Belegschaft.
  • Gerechtigkeit: Vertrauensleute kämpfen zusammen mit den Mitgliedern und Beschäftigten für faire Entgelte und gute Arbeit.

Gemeinschaft, Zusammenhalt, Solidarität – Vertrauensleute leben diese gewerkschaftlichen Werte und zeigen Haltung. Nur mit ihnen ist die Kampfkraft und Mobilisierungsfähigkeit unserer Gewerkschaft gewährleistet und ist Betriebspolitik im engen Dialog sowie auf Augenhöhe mit den Belegschaften möglich. Im Interesse zeitgemäßer Beteiligungsformen, guter Kommunikation und erfolgreicher Vertrauensleutearbeit leistet auch die gewerkschaftliche Bildungsarbeit dazu ihren Beitrag.

Wir wünschen allen aktiven Metaller:innen bei den aktuellen VL-Wahlen eine positive Resonanz und freuen uns auf die Seminare und Veranstaltungen für und mit den neu gewählten Kolleginnen und Kollegen.

Aktuelle Infos zu den VL-Wahlen unter
https://www.igmetall.de/im-betrieb/vertrauensleute
Materialien & mehr im Aktivenportal der IG Metall

Interview mit Ralf Reinstädtler

Wir haben ein agiles Angebot!

Ralf Reinstädtler ist seit Oktober 2023 geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall. Der gelernte Werkzeugmacher und Arbeitsrechtler verantwortet die gewerkschaftliche Bildungsarbeit, die Bildungszentren und die Informationstechnologie im IG Metall-Vorstand und ist auch stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Hans-Böckler-Stiftung (HBS).

Für den aktuellen Newsletter der Hans-Böckler-Stiftung führten Kay Meiners und Andreas Militor mit dem Kollegen Reinstädtler ein Interview über Ziele und Methoden gewerkschaftlicher Bildungsarbeit, dass wir Euch auch hier nicht vorenthalten wollen:

Was muss Bildungsarbeit leisten in einer Zeit, in der die Demokratie unter Druck gerät?

Die Demokratie ist beobachtbar bedroht. Russland mit seinem diktatorischen Machthaber führt einen Angriffskrieg in der Ukraine. Donald Trump, ein Mann mit seinem sehr zweifelhaften Demokratieverständnis, könnte noch einmal US-Präsident werden. Und in Deutschland ist mit der AfD eine rechtsextreme Partei erstarkt, die auch 2024 zu Europa- und Landtagswahlen antritt. Darum ist es so wichtig, dass wir mit der Bildungsarbeit die Demokratie festigen. Es ist eine Überlebensfrage. Freie Gewerkschaften gibt es nur in einer intakten Demokratie.

Müssen die klassischen Seminare ersetzt oder ergänzt werden durch aufsuchende Bildung vor Ort im Betrieb und auch durch digitale Angebote?

Unsere Bildung findet schon lange nicht mehr nur im Bildungszentrum statt. Wir haben ein agiles Angebot. Wir sind vor Ort und gehen hin zu den Kolleginnen und Kollegen. Und da kommen wir nicht mit vorgefertigten Präsentationen, sondern nehmen genau die Themen in den Blick, die im jeweiligen Betrieb relevant sind. Diese aufsuchende Bildungsarbeit werden wir noch verstärken, genau wie unsere digitalen Angebote. Die richten sich an jüngere Beschäftigte, aber auch an Kolleginnen und Kollegen, denen der Weg ins Bildungszentrum schwerfällt, weil sie Familienangehörige pflegen oder Kinder betreuen. Im vergangenen Jahr haben wir mit 6000 Seminaren rund 90 000 Menschen erreicht.

Wie weit strahlt diese Bildungsarbeit auf die Gesellschaft insgesamt aus?

Über den Arbeitsplatz sind wir nah an den Menschen, dort leben wir Demokratie und Mitbestimmung. Das ist eine positive Ausgangslage. Allerdings sind der Betrieb und das Private, die Gesellschaft draußen, unterschiedliche Welten. Auf das gesellschaftliche Umfeld können wir nur indirekt Einfluss nehmen und Leute befähigen, auch in der Gesellschaft insgesamt ihre Interessen zu vertreten. Das ist schwieriger. Darum bilden wir „Demokratiekämpferinnen und -kämpfer“ aus – Leute, die in den Betrieben erklären, was eine Demokratie eigentlich ausmacht und was systemische Gefährdungen sind. Die wichtigste Zielgruppe sind diejenigen, die Zweifel haben und durch Transformationsprozesse verunsichert sind. Harte Extremisten erreichen wir damit natürlich nicht. Aber es gilt, mit denen ins Gespräch zu kommen, die anfällig sind für die Parolen.

Manche Betriebsräte scheuen die Diskussion heikler Themen – aus Angst, dass, wenn Konflikte offen ausbrechen, ihnen der Laden auseinanderfliegt.

Scheut man den Weg in die Betriebe, läuft man Gefahr, dass die Triggerpunkte entweder gar nicht angesprochen und heikle Themen zu Tabus erklärt werden – oder dass die Diskussion nur im Kreis der Seminarteilnehmer geführt wird, nicht aber an der Werkbank oder im Pausenraum. Unsere Bildungsarbeit lebt doch davon, dass die Kolleginnen und Kollegen uns ihre Schwierigkeiten mitteilen. Es geht nicht darum, die Beschäftigten vor den Kopf zu stoßen, sondern sie mitzunehmen, zur kritischen Selbstreflexion zu befähigen und konfliktfähig zu machen. Was wir nicht brauchen, ist ein Pseudo-Konsens, der alle Probleme zukleistert.